13. Der Funkspot »Studiowahl«.

(SFX: Restaurantatmo, sehr teuer.)

(Kellner, eifrig:)
»Das getrüffelte Topinamburcremesüppchen mit gebratenem Atlantik-Hummer war nach Ihrem Geschmack?«

(Junger Mann, grunzend:) »Mmmh, ganz toll!«

(Kellner, eifrig:)
»Wie empfanden Monsieur die Essenz vom Galloway-Tafelspitz mit gebratener Gänseleber auf Quittenragout?«

(Junger Mann, grunzend:)
»Mmmmmhhh, exzellent!«

(Kellner, eifrig:)
»Und wie fanden Sie Take 17?«

(Junger Mann, grunzend:)
»Wie war Take 17 für Sie?«

(Kellner, blasiert:)
»Die Zäsur vor ›Leasingrate‹ war etwas kurz und das Wort ›Autohaus‹ war für mich ein wenig vernuschelt.«

(Junger Mann, grunzend:)
»Na, dann machen wir doch Take 18!«

(Kellner, blasiert:)
»Sehr wohl, der Herr. Wie immer ein paar billige Nutten und weiche Drogen zum Dessert?«

(Junger Mann, grunzend:)
»Mmmh. Gern, nach dem Cognac.«

(Off:)
»Tipp 13: Such Dir Dein Funkstudio nach Erfahrung, Ambition und bisher produzierten Spots aus. Nicht nach Catering-Angebot oder Anzahl der Playstation-Spiele.«



Fotos: Marie-Therese Cramer Styling: Irina Skladkowski CD/Text:
Ralf Heuel Art Direktion: Fedja Kehl Grafik: Josefine Nitsch Art
Buying: Anna Simdon Beratung: Franziska Mattes, Denise Ewald Produktionshaus: Studio Funk, Hamburg Tonmeister/Co-Regisseur: Torsten Hennings