3. Der Funkspot »Briefing«.

(SFX: Vater und kleines Mädchen vorm Zubettgehen, vielleicht eine Spieluhr.)

(Tochter:) »Papa, liest Du mir noch was vor?«

(Vater:) »Aber ja. Dago, der doofe Drache?«

(Tochter:) »Nööö, das nicht.«

(Vater:) »Tobi, der tolpatischige Tölpel?«

(Tochter:) »Nicht so was Doofes.«

(Vater:) »Okay, Du darfst Dir was wünschen …«

(Tochter:)
»Das Briefing für den Kleinkredit der Stadtsparkasse!«

(Vater:) »Hui, das ist aber lang!«

(Tochter:) »Ach, bitteeeel«

(Vater:) »Na gut …«

(Tochter:) »Toll.«

(SFX: Papierrascheln.)

(Vater:)
»Also: Entwickeln Sie einen 20-sekündigen Funkspot für den Kleinkredit der Stadtsparkasse. Benefit: Der günstige Zinssatz und die sofortige Verfügbarkeit. Unbedingt zu berücksichtigen ist aber gleichermaßen: die ebenfalls überaus kompetitive Zinsgestaltung bei Immobilien- und Seniorenkrediten, der bekannt freundliche Service weit über Kredite hinaus, die 36 Filialen, die allein (wochentags von 9.00 bis 16.00 Uhr), das zeitgemäße Onlinebanking-Angebot, die lustigen Grunzi-Sparschweine für die Kleinen, die mehrfach ausgezeichnete Kantine …«

(SFX: Kind atmet gleichmäßig.)

(Off:)
»Tipp 3: Ein gutes Radio-Briefing ist kurz und konzentriert sich auf einen Punkt. Wenn schon der Texter die Inhalte nicht behalten kann, wie soll es dann der Hörer können?«



Fotos: Marie-Therese Cramer Styling: Irina Skladkowski CD/Text:
Ralf Heuel Art Direktion: Fedja Kehl Grafik: Josefine Nitsch Art
Buying: Anna Simdon Beratung: Franziska Mattes, Denise Ewald Produktionshaus: Studio Funk, Hamburg Tonmeister/Co-Regisseur: Torsten Hennings